31.01.2010
Hutter Trade/eggertspiele:
„Die Speicherstadt“: Taktieren zur Blüte-zeit des Überseehandels
Nürnberg/Günzburg – Hamburg um 1900: Im Freihafen, dem Tor zur Welt, pulsiert der Überseehandel. Dreh- und Angelpunkt der Geschäfte: „Die Speicherstadt“, ein Lager-hauskomplex mit einem eng geknüpften Netz an Kontoren. Als Kaufmann der Hansestadt handeln die Spieler des neuen Strategiespiels von Eggertspiele (Vertrieb Hutter Trade) um die Ladungen der eintreffenden Schiffe. Sie kaufen und ver-kaufen seltene Gewürze, exotischen Kaffee oder edle Teppiche, setzen sich im Kampf um Aufträge gegen die Konkurrenz durch und füllen ihre Auftragsbücher sowie La-ger. Viele geschäftliche Entscheidungen sind zu treffen, um ein angesehener Kaufmann zu werden, der den Buddenbrooks das Wasser reichen kann.
„Die Speicherstadt“ von Stefan Feld vermittelt atmosphärisch dicht die Stimmung in Hamburg zu Zeiten des Überseehandels. Dank der grafischen Gestaltung von Michael Menzel und Harald Lieske meinen die Spieler den Duft der Gewürze zu riechen, die fiebrige Geschäftigkeit beim Einlaufen der Handelsschiffe zu spüren und die Seilwinden, mit denen aus den Luken der Lagerhäuser die Waren herabgelassen und in den Schiffen verladen werden, direkt vor Augen zu sehen.
Bei aller abenteuerlichen Grundstimmung heißt es einen kühlen Kopf behalten: Denn „Die Speicherstadt“ erfordert ständig neue strategische Entscheidungen. Um sie ausführen zu können, ziehen die Spieler aus einer wechselnden Auslage von Karten die taktisch wertvollsten für ihr geschäftliches Vorankommen. Den Preis des Konkurrenten für eine begehrte Ladung überbieten und damit an die finanziellen Reserven gehen? Oder lieber auf das nächste Schiff warten – in der Hoffnung, dass es Wertvolles geladen hat, das günstig zu erstehen ist? Beim Füllen der Auftragsbücher sowie Handel und Wandel dürfen die Kaufleute außerdem nicht vergessen, ihre Kontore vor verheerenden Bränden zu schützen. Denn viermal bricht im Spiel ein Feuer aus. Wer sich bis dahin nicht ausreichend um den Brandschutz gekümmert hat, droht seine Ware zu verlieren. Damit gehen mühsam gesammelte Siegpunkte wieder verloren.
Zum Erwerb wichtiger Karten, die unter anderem die erworbene Ware in schwere Münzen mit typisch hanseatischer Prägung umwandeln, werden Arbeiter eingesetzt. Jeder Kaufmann kann drei dieser Spielfiguren steuern. Durch geschickte Platzierungen der Spielfigur wird automatisch der Preis der Karte in die Höhe getrieben. So kann der einzelne nicht nur über den Einsatz der eigenen Gelder entscheiden, sondern auch direkt Einfluss nehmen auf den finanziellen Spielraum der Konkurrenten.
So schnell wie geschäftstüchtige Kaufmänner zur Blütezeit des Überseehandels mit lukrativen Schiffsladungen Geld machten, so flüssig verläuft auch das Spiel in der Speicherstadt. Wartezeiten gibt es praktisch nicht. Die variablen Kartenauslagen in jeder Besetzung von zwei bis 5 Spielern garantieren ein abwechslungsreiches Spielvergnügen. „Die Speicherstadt“ stellt außerdem eine Reminiszenz an den Verlagssitz von Eggertspiele dar: Nach „Hamburgum“ taucht zum zweiten Mal ein Strategiespiel in die spannende Geschichte der Hansestadt ein.
Die Speicherstadt
* Strategiespiel
* Autor: Stefan Feld
* Grafik/Illustration: Michael Menzel, Harald Lieske
* Alter: ab 8 Jahren
* Anzahl der Spieler: 2 - 5
* Spieldauer: 45 Minuten
* Verlag: eggertspiele
* Vertrieb: Hutter Trade
* VKP: ca. 27,95 Euro
Weitere Informationen:
HUTTER Trade GmbH + Co KG, Bgm.-Landmann-Platz 1 – 5
89312 Günzburg, E-Mail: info@hutter-trade.com, www.hutter-trade.com
Februar 2010. Beleg erbeten